Legionellen

Geschichte


Die Legionärskrankheit wurde 1976 zum ersten Mal beschrieben. Ihren Namen erhielt sie nach einem Treffen der US-Kriegsveteranenvereinigung „American Legion state convention“, das vom 21. bis 24. Juli 1976 in einem Hotel in Philadelphia stattfand. Damals sind 181 Personen an der lebensbedrohlichen Lungenentzündung erkrankt. Sie alle waren entweder Besucher des Kriegsveteranentreffens oder Besucher des Hotels.

1. Was ist die Legionärskrankheit (= Legionellose)?
Es handelt sich um eine Lungenentzündung, die in etwa 10% der Fälle tödlich ist. Die Infektion wird durch ein Bakterium namens Legionella ausgelöst, von dem es zahlreiche Arten gibt. Die Legionellose tritt im Allgemeinen 2 bis 10 Tage nach der Exposition (dem Zeitraum, während dem eine Person dem Erreger ausgesetzt ist) auf, diese so genannte Inkubationszeit kann aber manchmal auch länger sein.

2. Symptome der Krankheit
Die ersten Anzeichen der Krankheit sind Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Muskelschmerzen, manchmal gefolgt von einem trockenen Husten und Atemschwierigkeiten, die sich zu einer schweren Lungenentzündung entwickeln können. Ungefähr 30% der erkrankten Personen haben Durchfall oder Erbrechen, und mehr als die Hälfte werden verwirrt.
Eine genaue Diagnose hängt von Laboranalysen ab. Oft werden diese erst nach der Rückkehr an den Wohnort durchgeführt.

3. Wie wird die Legionärskrankheit erworben?
Die Ansteckung erfolgt durch Inhalation von Legionellen in Aerosolform in der Atemluft. Aerosole sind feine Wasserpartikel, die sich zum Beispiel an den Duschköpfen bilden oder in Luftblasen im Sprudelbad (Jacuzzis, Whirlpools).
Legionellen sind Bakterien, die im Wasser leben und sich bei 20 bis 45ºC vermehren. Sie sind in kleinen Mengen in natürlicher Umgebung (Seen, Flüsse, feuchte Erde) vorhanden. Ihre Vermehrung erfolgt im Allgemeinen in Wassersystemen, die von Menschen geschaffen und schlecht oder gar nicht unterhalten sind.

 

Desinfektionsarten

 Physikalische Desinfektion
- thermische Desinfektion
- intermittierende Desinfektion (nur Wassererwärmer)
- UV-Bestrahlung
- UV-Bestrahlung mit Ultraschall
- Ultrafiltration


 Chemische Desinfektion
- Chlorierung
- Ozon
- Kupfer-Silber Ionisierung
- Chlordioxyd
- Chlorelektrolyse (Diaphragmalyse)